Navigation überspringen
Ihre Einstellungen wurden gespeichert.
Sie können Ihre bevorzugten Kontaktmethoden in „Dein Dyson“ jederzeit im Abschnitt „Ihre Kontaktpräferenzen“ ändern. Wenn Sie ein „Dein Dyson“-Konto haben, können Sie sich unten anmelden und sämtliche Kontaktdaten (einschließlich Telefon, SMS und Post) verwalten.
James Dyson looking at the Dyson Battery Electric Vehicle

Das Dyson Elektroauto

Von James Dyson

Alle Bilder und Videos gehören zu Dyson.

Ein Problem, das zu groß ist, um es zu ignorieren

1983 hatte ich gerade begonnen meine Zyklontechnologie zu entwickeln, die Partikel aus einem Luftstrom separieren kann. Ich besuchte ein Unternehmen an der Universität von Minnesota, das einen aerodynamischen Partikelzähler entwickelte. Diesen brauchte ich, um die Wirksamkeit meiner Zyklone für Partikel zu messen, die bis zu 0,01 Mikron klein sind.  Während meines Besuchs zeigte man mir die Kopie eines Berichts des US Bureau of Mines über die Emission von Dieselpartikeln in US-Minen.

Der Bericht deutete darauf hin, dass Labormäuse und -ratten Herzinfarkte, Krebs und andere größere Gesundheitsprobleme erleiden, wenn sie Dieseldämpfen ausgesetzt sind. Als Ingenieure konnten wir das nicht ignorieren. Also begannen wir mit der Entwicklung verschiedener Partikelabscheider mithilfe von Zyklonen und anderen neuartigen Technologien. Ich habe sogar ein Modell in der britischen Kinderfernsehsendung „Blue Peter“ mit Anthea Turner vorgestellt.

James Dyson's notebook
James Dyson on the TV show "Blue Peter"

Schon als Kind war ich immer entsetzt über die schwarze Rauchwolke, die hinten aus Fahrzeugen aufstieg.  In jüngerer Zeit sind Benzin- und Dieselmotoren rauchärmer geworden, zum Teil deshalb, weil die Partikel kleiner gemacht wurden. Mit bloßem Auge sieht es daher heute vielleicht besser aus, aber die Abgase sind immer noch nicht frei von gefährlichen Gasen. Dennoch wurden Probleme mit Verbrennungsmotoren und Dieselrußpartikeln von den traditionellen Automobilherstellern und Regierungen weiterhin ignoriert. Tesla begann damit, sich ernsthaft mit Elektroautos zu beschäftigen, aber die traditionelle Automobilindustrie hatte keinerlei Interesse.

Einige Jahre nach Beginn des Dieselabgasprojekts, als wir bereits über andere eigene Technologien wie Batterien und Motoren verfügten, haben wir uns dann wieder mit dem Problem befasst und mit der Entwicklung eines Autos begonnen. Wir stellten ein außergewöhnliches Team zusammen, bauten Spitzeneinrichtungen auf und entwickelten ein radikal neuartiges Auto, das vollgepackt mit Technologie war. Wir haben viele Probleme gelöst, die traditionell mit Elektrofahrzeugen verbunden sind, und gemeinsam hat das Team große Fortschritte erzielt und ein serienreifes Auto entwickelt.

Der Abgasskandal änderte dann alles, da alle Automobilhersteller plötzlich keine andere Wahl hatten, als auf Elektroautos umzusteigen – fast von einem Tag auf den anderen.  Elektroautos sind in der Herstellung erheblich teurer, und die Hersteller machen beim Verkauf jedes einzelnen Autos große Verluste.  Diese Verluste sind für sie nicht so bedeutend, da sie sie mit den hohen Gewinnen aus dem Verkauf traditioneller Fahrzeuge verrechnen können.  Wir kamen indessen zu der Erkenntnis, dass unser Auto – zumal es von einem Nicht-Automobilhersteller entwickelt wurde – plötzlich wirtschaftlich nicht mehr rentabel war.

Es war eine schwierige Entscheidung, das Projekt zu beenden, denn Hunderte von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Konstrukteuren hatten alles in das Projekt gesteckt und aus ingenieurstechnischer Sicht Großartiges geleistet. Ich bereue es jedoch nicht, das Programm ins Leben gerufen zu haben. Wir haben viel gelernt, und viele talentierte Ingenieure aus der Automobilindustrie sind zu Dyson gestoßen – die gewonnenen Erkenntnisse konnten wir schnell auch in anderen Bereichen unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit anwenden.

The Dyson car driving out of the hangar

Unser Fahrzeug

Wir haben unser Auto von Grund auf neu entwickelt und haben keine Teile von anderen Herstellern bezogen. Es wurde als Plattform entwickelt, um auf der selben Grundlage weitere Karosserien entwerfen zu können. Das erste Modell war ein SUV, der sich bei hoher Geschwindigkeit absenkte, um aerodynamischer zu sein, und bei niedrigen Geschwindigkeiten wieder höher stellte, um eine höhere Bodenfreiheit zu bieten.

Als ich unser Auto zum ersten Mal fuhr, fühlte ich mich genau so, wie als ich unseren Haartrockner-Prototypen oder den Staubsauger zum ersten Mal ausprobierte: Es hat mir Spaß gemacht, aber ich war nicht überrascht – im Gegenteil, wir haben sofort untersucht, wie wir das Produkt weiter verbessern können. Wenn man an der Gestaltung und Entwicklung jedes kleinen Details eines Produkts beteiligt ist, nimmt es einem beim ersten Blick oder bei der ersten Nutzung die Überraschung.

Test
HOLD

Räder & Abmessungen

HOLD
Test

Das Auto ist genau fünf Meter lang und hat große Räder sowie eine enorme Bodenfreiheit, was durch die Tatsache begünstigt wird, dass der Unterboden vollständig flach ist. Die Räder sind einer der interessantesten Aspekte; aufgrund ihrer Größe hat man einen geringeren Rollwiderstand und man kann leichter auf Unebenheiten und Schlaglöchern fahren – genau das Gegenteil eines Mini. Die Räder befinden sich nah am vorderen beziehungsweise hinteren Ende des Autos. Ich glaube nicht, dass Sie ein anderes Auto finden, dessen Hinterräder so weit hinten stehen. Die Platzierung und Größe der Räder brachten uns einige unerwartete Vorteile in Bezug auf Komfort und Straßenlage.

Motor & Batterie

test
Test

Aufbauend auf unserer jahrelangen Erfahrung mit dem Dyson Digitalen Motor haben wir eine maßgeschneiderte, integrierte und hocheffiziente elektrische Antriebseinheit entwickelt, die aus einem Dyson Digitalen Elektromotor, einem Ein-Gang-Getriebe und einem hochmodernen Wechselrichter besteht.  Diese kompakten und leichten Einheiten wurden auf Hilfsrahmen an der Vorder- und Rückseite des Wagens montiert.

Die leistungsstarke Akkubaugruppe wurde als integraler Bestandteil der Karosseriestruktur konzipiert, um sowohl das Gewicht als auch den für die Insassen im Fahrgastraum verfügbaren Raum zu optimieren und die erforderliche Steifigkeit und den Aufprallschutz zu gewährleisten.    Das Aluminiumgehäuse des Akkus wurde flexibel gestaltet, sodass auf der Fahrzeugplattform eine Vielzahl von möglichen Größen und Typen von Batteriezellenlösungen eingebaut werden kann, ohne dass eine wesentliche Umgestaltung erforderlich ist.

Verkleidung & Interieur

Test
Test

Wenn man sich in das Auto setzt, fällt zuerst das Gefühl von Geräumigkeit auf.  Dies liegt zum einen daran, dass die Räder an den Enden des Fahrzeugs platziert wurden, und zum anderen am Fehlen eines Automotors und von Auspuffrohren. Das Auto bietet also die Geräumigkeit eines SUV mit langem Radstand ohne den Nachteil einer massiven äußeren Karosserie.

Mir gefällt der 1930er-Jahre-Sessel-Look, den Autositze normalerweise haben, überhaupt nicht, und ich habe noch keinen Autositz gefunden, der eine angemessene Lendenwirbelstütze hat. Wir wollten einen eleganteren Sitz mit durchdachter Körperhaltungsunterstützung entwickeln. Wenn Sie in diesem Auto sitzen, wird Ihr Körper genau in den richtigen Bereichen gestützt. Der Wagen verfügt über drei Sitzreihen, in denen sieben Erwachsene bequem Platz finden.

Wir haben außerdem unsere eigene Luftfiltrationstechnologie im Auto eingesetzt, um die Umgebung zu überwachen, nicht nur in Bezug auf die Temperatur, sondern auch, um die Luft zu reinigen. Ich wollte auch erreichen, dass niemand den Blick von der Straße nehmen muss – daher haben wir ein Heads-up-Display entwickelt. Alle Bedienelemente befinden sich am Lenkrad.

Test
Dyson Hullavington hangar

Hullavington

Das Automobilprojekt begann mit einer Handvoll Dyson Mitarbeitern in Halle D4 unseres Campus in Malmesbury in Großbritannien. Das Projekt expandierte schnell, und es war klar, dass wir dafür ein wesentlich größeres neues Zuhause finden mussten – und einige Straßen! Also wandten wir uns an die britische Regierung, um den stillgelegten Flugplatz des Verteidigungsministeriums in Hullavington zu kaufen.

Der Flugplatz Hullavington war während des Krieges eine Flugausbildungsstätte, und 1.200 Flugzeuge waren dort stationiert. Bei der Gestaltung des Flugplatzes wurde mit großer Sorgfalt vorgegangen – Einflüsse von Blomfield, Lutyens, Le Corbusier und der Bauhaus-Schule wurden miteinbezogen, und die Gestaltung wurde von der Kommission für Bildende Künste beaufsichtigt!

Wir haben schnell festgestellt, dass es nicht so einfach ist, einen Flugplatz von der Regierung zu kaufen. Gemäß den „Crichel-Down-Regeln“ musste der Flugplatz seinen früheren Eigentümern zum heutigen Marktpreis angeboten werden. Das bedeutete, dass wir sie ausfindig machen und mit den Familien, denen das Ackerland vor dem Krieg gehörte, einen so genannten „Back-to-Back-Deal“ aushandeln mussten. Sie waren sehr überrascht, aber erfreut, von uns zu hören, und Dyson kaufte schließlich am 27. Februar 2017 die verschiedenen Abschnitte des Flugplatzes. Dann begannen wir mit der sorgfältigen Restaurierung und verwandelten die höhlenartigen Flugzeughallen in die lichtdurchfluteten, hochtechnologischen Räume, die sie heute sind.

Nach der Beendigung des Automobilprojekts wurden auf dem Flugplatz auch Dysons COVID-19-Beatmungsgeräte hergestellt. Jetzt wird er zu einem neuen Zuhause für unsere Teams in den Bereichen Robotertechnik, Raumklima, Professional und Beleuchtung. Ich bin zuversichtlich, dass wir dort viele spannende Entdeckungen machen werden.

Dyson's founder and engineer, James Dyson

"Wir streben unaufhörlich danach, bessere Geräte zu entwickeln. Es ist unsere Leidenschaft. Deshalb sind Dyson Geräte so einzigartig."

James Dyson, Ingenieur

Dyson Newsroom

Laden Sie die Bilder und Videos herunter.

Pressekontakte

Jochen Kramar

Dyson Newsroom

Die neuesten Nachrichten von Dyson